In Kambo enthaltene Peptide und ihre Wirkung

    Was sind Peptide?

    Peptide sind organische Verbindungen, die aus einer Kette von Aminosäuren bestehen. Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine, und wenn zwei oder mehr Aminosäuren durch sogenannte Peptidbindungen miteinander verknüpft werden, entsteht ein Peptid. Die Aminosäuren in einem Peptid sind durch eine spezifische Abfolge miteinander verbunden, die als Peptidsequenz bezeichnet wird. Die Anordnung der Aminosäuren in der Sequenz bestimmt die Struktur und die Funktion des Peptids.

    Peptide können relativ kurz sein und nur aus wenigen Aminosäuren bestehen, oder sie können sehr lang sein und Hunderte von Aminosäuren umfassen. Peptide spielen eine wichtige Rolle in vielen biologischen Prozessen. Sie dienen als Signalmoleküle, die Informationen innerhalb des Körpers übertragen können. Ein bekanntes Beispiel ist das Hormon Insulin, das aus zwei Peptidketten besteht und den Blutzuckerspiegel reguliert.

    Peptide können auch als Neurotransmitter im Gehirn wirken, das Immunsystem beeinflussen oder als Enzyme fungieren, die biochemische Reaktionen katalysieren. Darüber hinaus haben Peptide in der medizinischen Forschung und Pharmakologie großes Interesse geweckt. Sie werden als potenzielle therapeutische Wirkstoffe erforscht, da sie bestimmte Eigenschaften von Proteinen aufweisen, aber in der Regel kleiner und einfacher herzustellen sind.

    Peptide können gezielt entwickelt werden, um an bestimmte Rezeptoren oder Zielmoleküle zu binden und so eine gezielte Wirkung im Körper auszulösen. Insgesamt sind Peptide also wichtige Moleküle in der Biologie und Medizin, die eine Vielzahl von Funktionen und Anwendungen haben.

    Dermaseptin, Adenoregulin und Phylloseptin

    Dermaseptin, Adenoregulin und Phylloseptin sind Peptide, die in der Natur vorkommen und verschiedene biologische Wirkungen aufweisen.

    Dermaseptin: Dermaseptine sind antimikrobielle Peptide, die in der Haut von Fröschen gefunden werden. Sie haben eine breite Palette von Wirkungen gegen Bakterien, Pilze und Viren. Dermaseptine wirken, indem sie die Zellmembranen der Mikroorganismen durchdringen und deren strukturelle Integrität stören. Dies führt zur Zerstörung der Mikroorganismen und hemmt ihr Wachstum. Dermaseptine können potenzielle therapeutische Anwendungen bei der Behandlung von Infektionen haben.

    Adenoregulin: Adenoregulin ist ein Peptid, das im Herzen vorkommt und verschiedene Wirkungen auf das kardiovaskuläre System hat. Es wirkt als Vasodilatator, was bedeutet, dass es die Blutgefäße erweitert und den Blutfluss erhöht. Dies kann zu einer verbesserten Durchblutung des Herzens und anderer Gewebe führen. Adenoregulin hat auch eine positive inotrope Wirkung, was bedeutet, dass es die Kontraktionskraft des Herzmuskels erhöht. Es kann auch entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und die Immunantwort im Herzen modulieren.

    Phylloseptin: Phylloseptine sind antimikrobielle Peptide, die in der Haut von Fröschen und Kröten vorkommen. Sie zeigen eine starke antimikrobielle Aktivität gegen eine Vielzahl von pathogenen Mikroorganismen, einschließlich Bakterien, Pilzen und Viren. Phylloseptine wirken, indem sie die Zellmembranen der Mikroorganismen durchdringen und ihre strukturelle Integrität stören. Zusätzlich zur antimikrobiellen Wirkung können Phylloseptine auch immunmodulatorische Eigenschaften besitzen. Aufgrund ihrer breiten antimikrobiellen Aktivität haben Phylloseptine das Potenzial, als Vorlage für die Entwicklung neuer antimikrobieller Therapien zu dienen.

    Deltorphin

    Deltorphin könnte als eine der stärksten schmerzstillenden Substanzen angesehen werden, die jemals entdeckt wurden, mit der höchsten Bindungsaffinität und Selektivität für Delta-Opioid-Rezeptoren aller natürlichen Verbindungen.

    Bisher wurden zwei Deltorphin-Peptide in der Sekretion von Phyllomedusa Bicolor entdeckt. Dieses Peptid ist neben Dermorphin um ein Vielfaches wirksamer als unsere endogenen Beta-Endorphine.

    Dermorphin

    Es hat sich gezeigt, dass die Dauer und Wirksamkeit der analgetischen Eigenschaften von Dermorphin die von Morphin übertreffen, während darauf hingewiesen wird, dass diese Peptidklasse 30-40x weniger wahrscheinlich Toleranz, Abhängigkeit und Nebenwirkungen hervorruft.

    Suchtgefahr besteht bei einer Behandlung definitiv nicht.

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